Schallwaffen

Es lohnt sich oft, in den Untiefen des Internets herumzuwaten. Dieses Video von Pr0 zeigt, was passieren kann, wenn dein Umfeld nicht geradeaus denkt.

In dem Video zerstört ein offensichtlich Schizophrener mit einem Bagger das Haus seiner Nachbarin, weil er glaubt, dass diese ihn mit Schallwaffen beschossen hat. So in etwa muss es einem auch vorkommen, wenn ich darüber schreibe, dass im Bad der Mehringdamm-WG eine Kamera aufgehängt war, die bei einer Hausdurchsuchung gefunden wurde. Schließlich ist das in der Presse nicht dokumentiert, also ist es nicht passiert.

Ich wurde im Zuge des Keylogger-Funds in der taz vom Pressesprecher der Abgeordnetenhausfraktion der Grünen angerufen. Währenddessen saß ich mit einem Piraten im Fraktionsbüro in Bonn. In Anwesenheit dieser Person teilte mir Sebastian Brux mit, dass im Bad der Mehringdamm-WG während einer Hausdurchsuchung durch die Polizei eine Kamera gefunden wurde. Auf eine Anzeige habe man aus Opferschutz verzichtet.

Bei der Mehringdamm-WG, aus der ich aus professionellen Gründen entfernt worden war, hatte ich in den Jahren danach zuweilen vorbeigeschaut. In der Küche hing noch das alte Foto, auf dem Paula, Wetter und ich morgens auf der Fusion in der Kälte sitzen, ob auch das Grillbild mit Karl Lauterbach da war, habe ich vergessen. Später habe ich Bernd-typisch das Klingelschild fotografiert, ein Sittenbild aus der grünen Blumenkinderwelt.

Rituale bei den Grünen

Ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll – was uns gerade von den Grünen präsentiert wird, ist wohl kaum anders als Die absolute Shitshow zu bezeichnen. Nehmen wir das Popcorn und lassen uns einmal ruhig nieder. Von der Last des Lebens einmal ruhen und das Theater der Anderen mit Genuss betrachten.

Dabei sind nicht nur die Berliner Grünen mit im Spiel. Das Spannungsfeld zwischen Landes- und Bundesebene, zwischen Realos und Linken und vielleicht sogar zwischen Antideutschen und Postkolonialen ermöglicht ein Sittenbild ganz besonderen Ausmaßes.

Ich betrachte das Elend, ich trage nicht zu ihm bei, könnte ich beitragen, allerdings bin ich durch diesen Beitrag, so er denn rezipiert wird, mit im Spiel. Lange habe ich darunter gelitten, von meiner Partei und den Parteifreunden getrennt zu sein, allein, ich kannte die Grenzen nicht. So stürze ich mich nun mit Lust wieder ins Getümmel. Weiterlesen »

Hallo Welt!

Vor fast 20 Jahren wurde mein Blog „wie ein Bakterium“ „eingefroren“, jetzt ist es Zeit, wieder aufzutauen. Durch unschöne Umstände begann ich an mir selbst zu zweifeln, nun ist die Zeit gekommen, darüber schön zu berichten.

Sportfeuilleton gibt es in Raised in Jarta, ein Kofferwort aus Japan und Sparta. Wasserbernds Abenteuer in Berlin spiegelt meine Hauptstadt-Erlebnisse mit den Grünen durch die Nerdbrille. Und Kiosk der Weltkirche ist mein Leben heute in Harburg-Wilstorf und die Erlebnisse mit meinen Freunden – das ist der Diskurs. Informatik ist Informatik.

Ein Blog hatte ich schon lange, jetzt verwalte ich auch den Server – echte und künstliche Intelligenz machen es möglich, digital unabhängiger geht es kaum. Wenn ich heute Lust auf eine Webseiten-Funktion habe, dann schreibe ich sie mir einfach selbst. Programmieren werde ich als Informatik-Masterstudentin in diesem Jahr natürlich nicht.